Switzerland > Archiv für Agrargeschichte - Archives de l'histoire rurale - Archives of rural history

719

Howald, Oskar

1911-1998
Archiv für Agrargeschichte
November 2012
Archiv für Agrargeschichte
Deutsch

Scope and content

Der Bestand umfasst die Akten, die Oskar Howald am Ende seines Lebens bei sich zu Hause aufbewahrte. Umfangreiche Materialien zu seiner Tätigkeit befinden sich zudem in den Archiven der ETH in Zürich und des Schweizerischen Bauernverbandes. Der Nachlass illustriert die praktische landwirtschaftliche Tätigkeit Howalds in seiner Jugend und dokumentiert einen wesentlichen Teil seiner beruflichen Laufbahn an der ETH und im SBV. Gut dokumentiert ist auch der Entstehungsprozess der 1998 von seinem Sohn Rudolf und seinem Enkel Stefan Howald zusammengestellten Autobiographie "Für die Landwirtschaft geboren".

Records creator's history

Oskar Howald wurde am 2. März 1897 in Zürich geboren. Seine ersten sechs Lebensjahre verbrachte er bei seinen Grosseltern mütterlicherseits in Rorbas. Nach einem landwirtschaftlichen Praxisjahr in Chavornay besuchte Howald 1912 bis 1914 die landwirtschaftliche Schule Cernier. Danach arbeitete er auf verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben sowie an der Preisberichtsstelle des Schweizerischen Bauernsekretariates und studierte von 1920 bis 1922 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Im Jahr 1922 wurde Howald wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schweizerischen Bauernsekretariats (SBS) in Brugg. Er promovierte 1926 zum Dr. sc. tech. mit einer Dissertation über die Dreifelderwirtschaft im Kanton Aargau. Im Jahr 1928 wurde er an der ETH Privatdozent für Agrarpolitik und löste 1936 Ernst Laur als Professor für landwirtschaftliche Betriebslehre an der ETH ab. Diesen Lehrstuhl hielt er bis 1967 inne. Auch im Schweizerischen Bauernverband (SBV) wurde Howald 1939 Ernst Laurs Nachfolger als Direktor. Nach seinem Rücktritt als Direktor des SBV war er von 1949 bis 1957 wissenschaftlicher Delegierter und von 1958 bis 1964 wissenschaftlicher Experte des SBV. Ab 1949 war Oskar Howald auch stellvertretender Präsident des Verbandes der europäischen Landwirtschaft. Daneben war er Redaktor und Herausgeber zahlreicher landwirtschaftlicher Periodika. Internationale Bedeutung erlangte Howald mit seinen Untersuchungen zur Arbeitstechnik und Betriebswirtschaft. Ende der 1950er-Jahre wandte er sich erfolglos gegen die Ausdehnung des Agrarschutzes auf die bodenlose Nahrungsmittelproduktion und für eine Differenzierung der staatlich festgesetzten Preise zugunsten der bäuerlichen Mittelbetriebe. Oskar Howald heiratete 1924 Luise Schmid; sie hatten vier Kinder: Rudolf Heinrich (1925), Margrit Luise (1926), Rosmarie (1929) sowie Hanspeter (1939). Oskar Howald starb am 17. Oktober 1972.

Archival history

Der Bestand wurde 2007 vom Archiv für Agrargeschichte erschlossen.

Appraisal

Bewertung: siehe Kassationsliste.

Processing information

  • Archiv für Agrargeschichte
  • 2007

Accruals

-

Source of acquisition

Familie Howald

System of arrangement

Die innere Ordnung des Bestandes wurde soweit sinnvoll übernommen. Wo nötig wurden die Unterlagen zum besseren Verständnis neu geordnet.

Conditions governing access

Frei zugänglich.

Other finding aids

-

Related material

-

Extent

2 Laufmeter

Genre of the material

Papier, Fotos

Language of the material

Deutsch

Records creator

Howald, Oskar

Place of use

Location note: Archiv für Agrargeschichte, Bern