Switzerland > Archiv für Agrargeschichte - Archives de l'histoire rurale - Archives of rural history

310

Alphirtenverband des Emmentals und Umgebung

1942-2006
Archiv für Agrargeschichte
2006
Archiv für Agrargeschichte
Deutsch

Scope and content

Der Bestand umfasst die Protokolle der Delegiertenversammlungen, Jahresberichte, Jahresrechnungen und Unterlagen über Tagungen und Kontakte zu anderen Organisationen. Die Akten dokumentieren die soziale und wirtschaftliche Lage der Alphirten sowie die Bestrebungen zur Verbesserung der Anstellungsverhältnisse.

Records creator's history

1939 begannen Armenbehörden im Kanton Bern erstmals sich systematisch über die wirtschaftliche und soziale Lage der Alp­hirten im Emmental zu informieren. Nach einer Aufklärungskonferenz 1942 in Trubschachen wurde eine Beratungskommission eingesetzt. Diese sollte Mittel und Wege für die Besserstellung der Alphirtenfamilien suchen. Presseberichte sowie Beratungs- und Sammelaktionen der Ökonomischen und Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern, der Winterhilfe und privater Kreise in den 1940/50er-Jahren machten auch eine breitere Öffentlichkeit auf die schwierige Lage der Alphirten aufmerksam. Am 26. Oktober 1956 fanden auf der Lüderen die Vorbereitungen zur Bildung einer ersten Sektion des alpwirtschaftlichen Hirtenvereins statt. Die Gründungsversammlung fand am 24. 3. 1957 statt. Bis 1960 folgten die Sektionen Brestenegg (gegründet am 16. 11. 1956), Trub (gegründet am 29. 11. 1959) und Obere Emme (gegründet am 18. 12. 1960), die sich am 16. April 1961 zum Emmentalischen Alphirtenverband zusammenschlossen. Der Verband wurde auch Mitglied des Bernischen Dienstbotenverbandes, verliess diesen aber schon im März 1968 wieder. 1970 schlossen sich der Emmentalische Alphirtenverband und die ab 1968 im Jura gegründeten Sektionen zum Kantonalbernischen Alphirtenverband zusammen. Die Sektionen des Juras wurden im Unterverband Jura und diejenigen des Emmentals im Unterverband Emmental zusammengeschlossen. Der Hirtenverband Jura trat am 7. September 1971 zwar noch dem Bernischen Dienstbotenverband bei, dem Unterverband Jura gelang es jedoch nicht, eine eigenständige Tätigkeit aufrecht zu erhalten, so dass fortan nur noch der nun Alphirtenverband Emmental genannte Verband aktiv war. Erster Präsident war Hans Häusler, Milpach, Brandösch-Trub. Dessen Nachfolger wurde 1975 Alfred Zürcher, Untere Hohmatt, Gohl (ab 1986 Goldbach, Trub), der das Amt bis 2002 ausübte. Danach amtierte Andreas Meister, Rislau, Gohl als Präsident. Erster Sekretär des Verbandes war Ernst Wisler, Gustihüttli, Wasen. 1970 wurde Hans Nyffenegger, Unter-Wernisegg, Luthern sein Nachfolger. Auf ihn folgte Andreas Meister, Rislau, Gohl. Seit 2003 amtiert Nadine Bleuler, Badschwändi Alp, Wasen als Sekretärin des Verbandes.

Archival history

Ein Teil der Archivalien stammt aus dem Nachlass von Jakob Gurtner. Die übrigen Unterlagen übergab der Alphirtenverband im Herbst 2006 dem Archiv für Agrargeschichte zur Erschliessung.

Appraisal

Bewertung: siehe Bewertungsliste und Kassationsprotokoll.

Processing information

  • Archiv für Agrargeschichte
  • 2006

Accruals

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Source of acquisition

Alpenhirtenverband des Emmentals und Umgebung

System of arrangement

Die innere Ordnung des Bestandes wurde soweit sinnvoll übernommen. Wo nötig wurden die Unterlagen zum besseren Verständnis neu geordnet.

Conditions governing access

Frei.

Other finding aids

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Related material

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Extent

0.2 Laufmeter

Genre of the material

Papier, Fotos

Language of the material

Deutsch

Records creator

Alphirtenverband des Emmentals und Umgebung

Place of use

Location note: Archiv für Agrargeschichte, Bern
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  • 1
310 - 0 Grundlagen
310 - 1 Organe
310 - 2 Finanzen
310 - 3 Soziale Lage
310 - 4 Tagungen
310 - 5 Kontakte
310 - 6 Berichte, Studien, Dokumentationen