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Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften der Zentralschweiz

1889-1993
Archiv für Agrargeschichte
November 2012
Archiv für Agrargeschichte
Deutsch

Scope and content

Der Bestand dokumentiert einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit des VLGZ. Weitgehend lückenlos vorhanden sind die Unterlagen der Organe.

Records creator's history

Der Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften der Zentralschweiz (VLGZ) wurde am 17. Dezember 1889 durch die landwirtschaftlichen Genossenschaften Horw, Inwil, Rothenburg, Sempach, Udligenswil und Zell in Luzern gegründet. 1972 wurde der Sitz des Genossenschaftsverbandes nach Sursee verlegt, wo seit den 1920er-Jahren auch die meisten Verarbeitungsbetriebe der Genossenschaftsbewegung entstanden waren. Am Anfang fungierte der VLGZ vor allem als Vermittlungsstelle zwischen den lokalen Genossenschaften und den Lieferanten. Gehandelt wurde mit Dünger, Kraftfutter, Samen, Saatkartoffeln, Stroh, Kupfervitriol sowie Geräten und Mähmaschinen. Daneben beteiligte sich der VLGZ auch an der Verwertung von Landesprodukten, v. a. Schweinen und Obst. In den 1920er-Jahren begann der Verband auch mit der Verarbeitung von Landesprodukten. Hergestellt wurden in erster Linie Futtermittel. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Vertrieb von Pflanzenschutzmitteln und der Handel mit Heizöl und Treibstoffen hinzu. Mit Holz und Kohle hatte der VLGZ schon im 19. Jahrhundert gehandelt. In den 1950/60er-Jahren immer wichtiger wurde die Herstellung und der Verkauf von UFA Futtermitteln. Zusammen mit den anderen Genossenschaftsverbänden gründete der VLGZ ab den 1960er-Jahren zahlreiche Zweckgesellschaften wie die UFA Genossenschaft für Futtermittel, die Agrola oder die Agro-Data AG für Dienstleistungen im Informatikbereich für die Landwirtschaft und die Agrotronic AG für computergesteuerte Fütterungsanlagen, Stalleinrichtungen und Stallplanungen. 1993 schloss sich der VLGZ zusammen mit sechs anderen Genossenschaftsverbänden zur fenaco zusammen. Zu den Pionieren des VLGZ im 19. Jahrhundert gehörten der Udligenswiler Landwirt Alois Hofstetter als Initiant und erster Geschäftsführer sowie Hans Moos, Direktor der Landwirtschaftlichen Winterschule Sursee und später Professor an der ETH in Zürich. Moos, ein ausgewiesener Kenner der amerikanischen Landwirtschaft, vermittelte in den 1890er-Jahren vor allem den Bezug von Geräten und Mähmaschinen aus den USA. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielten zudem Franz Moser-Schär und sein Sohn Josef, die beide lange Zeit als Präsident und Geschäftsführer des VLGZ amtierten.

Archival history

Der Bestand wurde 2012 durch das Archiv für Agrargeschichte erschlossen.

Appraisal

Bewertung: siehe Bewertungsliste und Kassationsprotokoll.

Processing information

  • Archiv für Agrargeschichte
  • 2012

Accruals

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Source of acquisition

Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften der Zentralschweiz

System of arrangement

Die innere Ordnung des Bestandes wurde soweit sinnvoll übernommen. Wo nötig wurden die Unterlagen zum besseren Verständnis neu geordnet.

Conditions governing access

Nach Absprache mit der Geschäftsleitung der fenaco.

Other finding aids

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Related material

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Extent

14.3 Laufmeter

Genre of the material

Papier, Fotos, Plakate

Language of the material

Deutsch

Records creator

Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften der Zentralschweiz

Place of use

Location note: Archiv fenaco, Sursee