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Zürcherische Genossenschaft für Schlachtviehabsatz

1946-2005
Archiv für Agrargeschichte
November 2012
Archiv für Agrargeschichte
Deutsch

Scope and content

Der Bestand enthält vorwiegend Unterlagen zur Geschäftsstelle und zur Fusion mit der Vianco AG. Die Jahresberichte und die Protokolle des Vorstands sind zu einem wesentlichen Teil erhalten.

Records creator's history

Die Zürcherische Genossenschaft für Schlachtviehabsatz (ZGS) wurde im Mai 1946 von Viehproduzenten aus dem Kanton Zürich gegründet. Zusammen mit 22 weiteren kantonalen Viehabsatzgenossenschaften schuf sie im gleichen Jahr den Schweizerischen Viehproduzentenverband. Die Gründung der ZGS erfolgte auf dem Hintergrund der 1948 bevorstehenden Aufhebung der kriegswirtschaftlichen Marktordnungen für Schlachtund Nutzvieh. Die ZGS wollte auf den volatilen Schlachtviehmärkten ein Minimum an Stabilität, Berechenbarkeit und Transparenz schaffen und die Marktmacht der kleinen Produzenten gegenüber den Viehhändlern und der Metzgerschaft erhöhen. Dazu bündelte sie zunächst vor allem den Verkauf von schlachtreifen Kühen, Rindern, Kälbern und Schweinen. Später organisierte sie auch Verwertungsaktionen bei kurzfristig auftretenden Überschusssituationen und erbrachte – nach Anschaffung des ersten Transportfahrzeugs 1961 – zusätzliche Transportleistungen für Dritte (Schlachtbetriebe, Alpgenossenschaften). Neben der Handelstätigkeit erfüllte die ZGS auch öffentlich-rechtliche Aufgaben: Im Auftrag und auf Rechnung der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion führte sie über längere Zeit Ausmerzaktionen für Nutzvieh durch, d. h. sie kaufte nicht oder nur schwer verkäufliches Rindvieh auf und versteigerte oder schlachtete es. In den 1950er- und 1960er-Jahren handelte es sich vor allem um von Tierseuchen befallene Rinder und in den 1980er-Jahren um den Aufkauf von Tieren aus dem Berggebiet, die für die Zucht nicht geeignet waren . Zusätzlich zur Schlachtviehvermittlung und zu den Überschussverwertungsaktionen orientierte die ZGS ihre Mitglieder über aktuelle Marktsituationen und organisierte regelmässig Kurse für die Beurteilung von Schlachtvieh. 1964 errichtete die ZGS in Fehraltorf eine eigene Geschäftsstelle mit Dienstwohnungen und Fahrzeuggaragen. Diese wurde laufend erweitert und 1990 in Zürcherische Genossenschaft für Schlacht- und Nutzviehabsatz umbenannt. 1991 stellte die ZGS ihre Handelstätigkeit ein und fusionierte 2004 mit der vom Schweizerischen Schlachtviehproduzentenverband gegründeten Viehhandelsgesellschaft Vianco AG. Die Genossenschaft ZGS wurde daraufhin aufgelöst.

Archival history

Die Archivalien kamen nach Abschluss der Fusion zur Vianco AG, die den Bestand im Jahr 2008 vom Archiv für Agrargeschichte erschliessen liess.

Appraisal

Bewertung: siehe Bewertungsliste und Kassationsprotokoll.

Processing information

  • Archiv für Agrargeschichte
  • 2008

Accruals

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Source of acquisition

Vianco AG

System of arrangement

Die innere Ordnung des Bestandes wurde soweit sinnvoll übernommen. Wo nötig wurden die Unterlagen zum besseren Verständnis neu geordnet.

Conditions governing access

Nach Absprache mit dem Geschäftsführer der Vianco AG.

Other finding aids

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Related material

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Extent

0.6 Laufmeter

Genre of the material

Papier

Language of the material

Deutsch

Records creator

Zürcherische Genossenschaft für Schlachtviehabsatz

Place of use

Location note: Archiv VIANCO