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Aargauische Genossenschaft für Schlacht- und Nutztiervermittlung

1962-2008
Archiv für Agrargeschichte
November 2012
Archiv für Agrargeschichte
Deutsch

Scope and content

Der Bestand gibt Auskunft über die Entwicklung und die regionale Verteilung von Mitgliedern und anderen Viehlieferanten ab den 1960er-Jahren und dokumentiert die Abtretung des Handelsgeschäfts an die Vianco AG und den Unterhalt der Geschäftsstelle in den 1990er-Jahren.

Records creator's history

Die Aargauische Genossenschaft für Schlachtviehabsatz (AGS) wurde 1946 in Brugg von Viehproduzenten gegründet. Zusammen mit 22 anderen kantonalen Viehabsatzgenossenschaften schuf sie im gleichen Jahr den Schweizerischen Viehproduzentenverband. Die Gründung der AGS erfolgte auf dem Hintergrund der bevorstehenden Aufhebung der kriegswirtschaftlichen Marktordnungen für Schlacht- und Nutzvieh 1948. Die AGS wollte auf den volatilen Schlachtviehmärkten ein Minimum an Stabilität, Berechenbarkeit und Transparenz schaffen und die Marktmacht der kleinen Produzenten gegenüber den Viehhändlern und der Metzgerschaft erhöhen. Dazu bündelte die AGS den Verkauf von schlachtreifen Kühen, Rindern und Schweinen und organisierte bei kurzfristig auftretenden Überschusssituationen Verwertungsaktionen. Dazu errichtete sie in Brugg eine eigene Geschäftsstelle, die 1966 nach Mülligen umgesiedelt wurde. Die Ausweitung der Handelstätigkeit der AGS auf Nutz- und Zuchtvieh – ab 1965 handelte sie mit Mast- und Tränkekälbern und ab 1968 zur Entlastung des Milchmarkts auch mit Mastrindern aus dem Berggebiet – machte den Ausbau der Geschäftsstelle und die Beschaffung von Transportfahrzeugen nötig. Diese Expansion führte 1967 zur Erweiterung des Namens in Aargauische Genossenschaft für Schlacht- und Nutztiervermittlung. 1971 kaufte die AGS in Birrhard einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb, der als Haltestall für Vieh diente. Zusätzlich zur Schlachtviehvermittlung und zu den Überschussverwertungsaktionen erbrachte die AGS für ihre Mitglieder weitere Dienstleistungen. So baute sie eine Schlachtviehversicherung auf, die für die Bankwürdigkeit (Schlachtqualität) der angelieferten Tiere haftete, bot Beratungsdienste bei der Viehhaltung oder Schlachtviehbeurteilung an, organisierte Hausschlachtungen oder half bei der Vermarktung von notgeschlachteten Tieren. Ende 1991 stellte die AGS ihre Viehhandelstätigkeit ein. Zusammen mit den Viehhandelsgenossenschaften Zürich, Thurgau und derjenigen beider Basel wurde sie Teilhaberin an der vom Schweizerischen Viehproduzentenverband gegründeten Viehhandelsgesellschaft Vianco AG. Zwischen 1999 und 2003 wurde die AGS liquidiert.

Archival history

Der Bestand kam nach Abschluss der Liquidation der AGS zur Vianco AG; diese liess ihn im Jahr 2008 vom Archiv für Agrargeschichte erschliessen.

Appraisal

Bewertung: siehe Bewertungsliste und Kassationsprotokoll.

Processing information

  • Archiv für Agrargeschichte
  • 2008

Accruals

-

Source of acquisition

Vianco AG

System of arrangement

Die innere Ordnung des Bestandes wurde soweit sinnvoll übernommen. Wo nötig wurden die Unterlagen zum besseren Verständnis neu geordnet.

Conditions governing access

Nach Absprache mit dem Geschäftsführer der Vianco AG.

Other finding aids

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Related material

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Extent

1.2 Laufmeter

Genre of the material

Papier

Language of the material

Deutsch

Records creator

Aargauische Genossenschaft für Schlacht- und Nutztiervermittlung

Place of use

Location note: Archiv VIANCO