Switzerland > Archiv für Agrargeschichte - Archives de l'histoire rurale - Archives of rural history

109

Mutterkuh Schweiz

1977-2008
Archiv für Agrargeschichte
November 2012
Archiv für Agrargeschichte
Deutsch

Scope and content

Der Bestand dokumentiert die Entwicklung der Organisation seit der Gründung und gibt einen guten Einblick in die Entwicklung der Fleischrinderzucht und in die Markenprogramme. Die Protokolle der Organe sind vollständig erhalten.

Records creator's history

Der Verein Mutterkuh Schweiz wurde 1977 von 42 Ammen- und Mutterkuhhaltern als Schweizerische Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH) gegründet. Zum ersten Präsidenten wurde Hans Burger, zum ersten Sekretär Ivo Wegmann gewählt. 1987 übernahm Urs Kaufmann, 1989 Urs Vogt das Amt des Sekretärs. Mit der Kälberaufzucht durch Mutterkühe sollte die Verkehrsmilchproduktion reduziert und die steigende Nachfrage nach Rindfleisch befriedigt werden. Allerdings blieb die Mutterkuhhaltung zunächst marginal; das rote Kalbfleisch stiess sowohl bei Verarbeitern als auch im Detailhandel auf wenig Akzeptanz. Die SVAMH versuchte, die Vermarktung kollektiv zu organisieren und die Haltung und Zucht spezifischer Fleischrassen zu fördern. Zudem schuf sie Möglichkeiten zur Weiterbildung und vertrat die wirtschaftlichen Interessen der Mutterkuhhalter. Dazu wurden eigene Fleischmarkenprogramme entwickelt und ein System für Fleischleistungskontrollen sowie ein Herdebuch für Fleischrinder aufgebaut. Um der zunehmenden Rassenvielfalt gerecht zu werden, wurden Ende der 1990er-Jahre zudem sogenannte Rassenclubs gebildet, die autonom über Zuchtziele bestimmten und ihre Anliegen in der Herdebuchkommission von Mutterkuh Schweiz einbringen konnten. Die neuen agrarpolitischen Rahmenbedingungen und der weiterhin steigende Rindfleischkonsum führten in den 1980/90er-Jahren zu einer starken Ausdehnung der Mutterkuhhaltung. Zwischen 1987 und 1991 verdoppelte sich die Zahl der Mitglieder des Vereins Mutterkuh Schweiz, dem 2009 über 5000 Einzelmitglieder angehörten. Das Sekretariat, das zunächst an der landwirtschaftlichen Beratungszentrale in Lindau angesiedelt war, wurde 1981 der Geschäftsstelle des Schweizerischen Viehproduzentenverbandes angeschlossen, das sich in den Räumlichkeiten des Schweizerischen Bauernverbandes in Brugg befand. In der Folge wurde das Sekretariat der SVAMH nach und nach vergrössert und schliesslich verselbständigt. Die Herdebuchführung, die am Anfang durch den Präsidenten selbst erfolgte, wurde in den 1980er-Jahren in die Geschäftsstelle integriert. Seit August 2008 heisst die SVAMH Mutterkuh Schweiz und verfügt auch über ein neues Logo.

Archival history

Der Bestand wurde 2010 durch das Archiv für Agrargeschichte im Auftrag von Mutterkuh Schweiz erschlossen.

Appraisal

Bewertung: siehe Bewertungsliste und Kassationsprotokoll.

Processing information

  • Archiv für Agrargeschichte
  • 2010

Accruals

-

Source of acquisition

Mutterkuh Schweiz

System of arrangement

Die innere Ordnung des Bestandes wurde soweit sinnvoll übernommen. Wo nötig wurden die Unterlagen zum besseren Verständnis neu geordnet.

Conditions governing access

Gesuche um Einsichtnahme in die Archivalien sind an die Geschäftsleitung von Mutterkuh Schweiz zu richten.

Other finding aids

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Related material

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Extent

2.5 Laufmeter

Genre of the material

Papier, audiovisuelle Medien (Fotos, CD-ROM, Audio CD)

Language of the material

Deutsch

Records creator

Mutterkuh Schweiz

Place of use

Location note: Geschäftsstelle Mutterkuh Schweiz
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  • 1
109 - 0 Grundlagen
109 - 1 Organe
109 - 2 Zuchtförderung, Zuchtpolitik
109 - 3 Tier- und Fleischvermarktung