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TonY 1

TonY 1 SED

1918 - 1989
Sabine Pinnow
2010
Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv
(Berlin)

Scope and content

Zusammenfassung

Die bei der SED angelegte Tondokumentensammlung umfasst größtenteils Aufnahmen aus dem Zeitraum zwischen 1918 und 1989, von Parteitagen und Konferenzen, Tagungen des ZK der SED, Parteitage der KPD und DKP, Reden, Erinnerungen und Aufnahmen aus der Parteihochschule. Die Tonbänder der Tagungen des ZK der SED zwischen 1954 und 1989 wurden digitalisiert und können online angehört werden (siehe Gliederungspunkte 1.3 bis 1.10).

Kopfzeile

Kurzbeschreibung:

Die hier verzeichneten Tondokumente wurden 1993, zusammen mit dem Schriftgut der SED aus dem Parteiarchiv der SED in Berlin, in die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO) eingebracht. Es handelte sich ursprünglich um 3560 Tondokumente aus dem Parteiarchiv und der Parteihochschule, die 1990 ihre Sammlung an das Parteiarchiv der SED übergeben hat. Die Tondokumente zu den Nachlässen stammen von folgenden Personen: Viktor Agartz, Willi Bohn, Franz und Käte Dahlem, Hermann und Käte Duncker, Gerhart Eisler, Wilhelm Florin, Fritz Gäbler, Erich Glückauf, Otto Grotewohl, Erich Jungmann, Hermann Matern, Gertrud Meyer, Arthur Pieck, Wilhelm Pieck, Hans Rodenberg, Edward Royce, Fritz Selbmann, Hans Tzschorn, Walter Ulbricht, Lisa Ullrich und Paul Verner.

Im Zeitraum zwischen 2009 und 2010 wurden im vorliegenden Findbuch 3151 Tondokumente verzeichnet, das entspricht ca. 60 lfm. Die verzeichneten Tondokumente umfassen 1 Compact Disc, 1 Buch (Inhaltsverzeichnis zu 9 Tonbändern), 279 Kassetten, 306 Schallplatten (vorwiegend Schellackplatten) und 2564 Tonbänder. 35 unbeschriftete Tonbänder mit Metallkern und 32 Decelith-Schallplatten konnten bisher nicht verzeichnet werden, da keine professionelle Bandmaschine zur Wiedergabe zur Verfügung stand. 213 nicht archivwürdige Tondokumente wurden kassiert.
132 Tondokumente mit Musik, die im Bundesarchiv nicht archivwürdig sind, wurden an das Deutsche Rundfunkarchiv abgegeben.
Zu 1470 Tondokumenten lagen vor Verzeichnungsbeginn vorläufige Erschließungsinformationen vor. Dabei handelt es sich um drei Karteien, von denen eine alphabetisch, eine chronologisch und eine numerisch geordnet ist. Die Kartei wurde von einer Mitarbeiterin des Zentralen Parteiarchivs 1988 bis 1990 erstellt. Außerdem lag eine Lehrmittelnachweis-Kartei der PHS mit ca. 130 Karteikarten und eine allgemeine Kartei der Parteihochschule (PHS) mit ca. 950 Karteikarten vor.

Die Verzeichnung erfolgte mit MidosaXML. Sie entspricht der Beschriftung der Tondokumente, der Beilagen zum Tondokument und der Karteikarten. Die Übereinstimmung mit den Inhalten der Tondokumente ist nicht überprüft worden. Für 1470 Tondokumente diente als Verzeichnungsgrundlage die numerische Kartei (871 Karteikarten) des Zentralen Parteiarchivs. Von ihr wurden der Titel, die Enthält-Vermerke und die alten Signaturen übernommen. Die alten Signaturen (z.B. “TB 123” für Tonbänder oder “456” für Schallplatten) und die laufende Nummer der Karteikarten (z.B. “TD-Nr. 78”) wurden in Midosa XML unter “Alte Signaturen” vermerkt. Auf die Karteikarten der numerischen Kartei wurden zusätzlich die neue Signaturen aus diesem Findbuch geschrieben. Von 14 Tonbändern, die in der Kartei verzeichnet waren, werden die Originale vermisst. Jedoch gab es von 12 Tonbändern einen Umschnitt, der daraufhin an Stelle des Originals verzeichnet wurde. Auffallend war dabei, dass es sich vorwiegend um Beiträge von und über Hermann Duncker handelte.
Die Tondokumente der Parteihochschule (PHS) waren z.T. thematisch sortiert, z.B. nach “Vorlesungen”, “Konferenzen” o.ä. Diese Gliederung wurde für das Findbuch übernommen. Für die Verzeichnung der Tondokumente aus der PHS standen unterstützend eine Lehrmittelnachweis-Kartei (ca. 130 Karteikarten) und eine allgemeine Kartei (ca. 950 Karteikarten) zur Verfügung. Nicht alle Tondokumente der PHS waren darin verzeichnet oder die auf den Karteikarten verzeichneten Tondokumente waren nicht mehr vorhanden. Die alten Signaturen dieser Karteikarten wurden in Midosa XML unter “Alte Signaturen” vermerkt und die genauen Titel der Vorträge o.ä. in den Enthält-Vermerk übernommen. Texthefte zu Tonbanddokumentationen der PHS liegen in der Bestandsakte und sind im Findbuch wie folgt vermerkt “[Textheft in der Bestandsakte, Pi 11. Juni 2009]”.
Einige Tondokumente sind nicht zweifelsfrei aus dem Parteiarchiv, da sie einzeln in den Schränken lagerten. Zu ihnen lagen keine weiteren Erschließungsdaten vor. Sie wurden inhaltlich den Beständen zugeordnet u.a. auch dem SED-Bestand, erhielten in Midosa XML aber keinen Eintrag im Feld “Endprovenienz.

Die Tagungen des ZK der SED sind ab dem 5. Parteitag 1958 komplett vorhanden. Tonbandmitschnitte zu den ZK-Sitzungen nach dem 1. und 2. Parteitag liegen nicht vor. Zu den ZK-Sitzungen nach dem 3. Parteitag ist ein Tonband und nach dem 4. Parteitag sind Mitschnitte erst ab der 21. Sitzung vorhanden. Der Parteitag war auch zugleich die 1. ZK-Sitzung. Der Tonbandmitschnitt wurde jedoch unterschiedlich betitelt, nämlich einmal als “Parteitag” und das andere Mal als “1. Sitzung”. Insgesamt liegen 145 Tonbänder zu den Sitzungen des ZK der SED und 65 Tonbänder zu den Parteitagen und vier zu den Parteikonferenzen vor.
Die Enthält-Vermerke wurden entweder von den Karteikarten, der Tonbandhülle oder den der Tonbandhülle beiliegenden handschriftlichen Protokollen der Protokollführer übernommen. Diese handschriftlichen Protokolle, die sich vorwiegend auf die Tagesordnung beschränken, wurden den Tonbandhüllen entnommen und liegen in der Bestandsakte, z.T. wurden sie kopiert und verkleinert auf die Tonbandhülle geklebt. Zum besseren Verständnis wurden einige Angaben der Protokollführer ergänzt. Diese Ergänzungen stehen in eckigen Klammern. Beispiel: Die Angabe des Protokollführers “Semmelmann Landwirtschaft” wurde verzeichnet als: [Neuwahl ins Politbüro von] Gen. Semmelmann [als Sekretär für] Landwirtschaft.
144 Tonbänder zu den ZK-Sitzungen der SED wurden im Sommer 2010 digitalisiert. Weiterhin wurden 254 Tonträger zu Reden, Vorträgen, Referaten und Interviews digitalisiert und können seit Juli 2013 online angehört werden.

Eine Konkordanz der 1470 Tondokumente, die nach der numerischen Kartei des Zentralen Parteiarchivs verzeichnet wurden, liegt vor. Sie weist die laufende Nummer des Tonbandes (z.B. “TB 706”), die laufende Nummer der Karteikarte (z.B. “TD-Nr. 735”), gegebenenfalls die Signatur des Zentralen Parteiarchivs (z.B. “J IV/2/1-T 145”) und die neu vergebene Signatur des Bundesarchivs (z.B. “TonY 1/12345”) nach.

Besonders zu erwähnen sind drei Tondokumente mit politischen Gedichten von Erich Weinert, Schriftsteller und Präsident des Nationalkomitees Freies Deutschland.

Bei der Verzeichnung der Schellackplatten wurde das Vorhandensein von Dubletten in der Regel vermerkt. Bis durch eine Qualitätsbestimmung über die Kassation von Doppelstücken entschieden werden kann, werden diese alle archiviert. Auch kann es vorkommen, dass für identische Exemplare eigene Signaturen vergeben wurden, wenn sie schon eine eigene alte Signatur hatten. Einige Schallplatten wurden vollständig oder teilweise auf Tonband umgeschnitten. Auch hier wurden sowohl Tonband, als auch Schallplatte verzeichnet. Eine Liste dieser Doppelverzeichnungen liegt vor.

Insgesamt liegen 402 Umschnitte zu Tondokumenten vor.

Die ermittelten zugehörigen schriftlichen Überlieferungen in den Akten, wurden mit einem Verweis in eckigen Klammen, z.B. “siehe auch DY 30/IV 1/I/1-6”, versehen.

Bei der Veröffentlichung ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv TonY 1/123, Kurzform: BArch TonY 1/123 (Beispiel für die Zitierung eines Tondokuments mit der Nr. 123).

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